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WIR HABEN UNSERE EIGENE KIRCHE! Kirchenkreisamt nim­­mt neuen Stand­ort in Betrieb

Der Beitrag wurde im Dezember 2009 veröffentlicht.

Das Gelände des ehemaligen Pre­digerseminars in Klein Hehlen um­fasst ein Areal von 12.588 m2 mit 10 Gebäuden und einer Gesamt­nutzfläche von 5920 m2. Darunter befinden sich 3 Bungalows und 2 Doppelhaushälften, die privat vermietet sind. Das ehemalige Se­mi­nargebäude ist an die Stadt Celle vermietet und wird von der Grund­schule Klein Hehlen im Rahmen der offenen Ganztagsschule ge­nutzt. Gut sichtbar von der Ber­linstraße ist der großzügig angelegte Gebäu­dekomplex mit der Kapelle, der Bi­bliothek und dem Foyer. Das Pre­digerseminar war im Januar 2009 geschlossen worden, da die Lan­deskirche die Aus­bil­dung der angehenden Pastorinnen und Pastoren künftig auf das Pre­digerseminar in Loccum konzentriert.

Für die Gebäude in Klein Hehlen bot sich eine Nachnutzung durch die kirchliche Verwaltung und weitere Einrichtungen des Ev.-Luth. Kirchenkreises Celle an. Die Kir­chen­kreisämter Celle, Walsrode und Soltau wurden zum Kir­chen­amt mit Sitz in Celle zusammengeschlossen. Dem neuen Kir­chenamt obliegt die Verwaltung für 61 Kir­chengemeinden mit 193.000 Mit­gliedern. Von Celle aus werden jetzt unter anderem 1400 angestellte Mitarbeiter betreut.

Mitte November fand der Umzug der 3 Kirchenkreisämter zum neu­en gemeinsamen Standort in Klein Hehlen statt. Seit dem 30. No­vember läuft der Betrieb wieder in geordneten Bahnen. Darüber hinaus sind auch die Diakoniestation Siloah, der Haus-Notruf-Dienst so­wie das Amt für Bau- und Kunst­pflege auf das Gelände des ehemaligen Predigerseminars gezogen.

Im Vorfeld des Umzugs waren um­fangreiche Sanierungsarbeiten und Umbauten nötig. Schließlich wurden beispielsweise 2 ehemalige Wohnheime aus den Jahren 1958/59 in moderne Bürogebäude umgewandelt. Mit der Pla­­nung und Bauleitung war das Celler Ar­chi­tekturbüro Simon & Simon be­traut. Im Rahmen der Bauarbeiten wurden die verputzten Ge­bäude mit einem Wärmedämm­ver­bund­system aus­gestattet, die Fenster ausgetauscht, die Dächer wärmetechnisch saniert und neu eingedeckt, die gesamte Haustechnik er­neuert und die notwendige Da­ten­tech­nik installiert. Bisher hat­te es ein zentrales Heiz­haus gegeben, von dem aus alle Häuser versorgt wurden. Die Anlage war völlig marode und aus heutiger Sicht nicht mehr sinnvoll. So wurden die Gebäude mit separaten Gas­brenn­werttechnik-Heizungsanlagen aus­­g­e­rüstet.

„Wir haben ganz genau hingeschaut, welche Arbeiten bei den einzelnen Häusern notwendig sind”, macht das mit der Bau­maß­nahme beauftragte Archi­tek­tur­büro Simon & Simon deutlich. In ständiger Absprache mit den späteren Nutzern wurde ein adäquates Umbaukonzept entwickelt und dann für eine konsequente Um­setz­ung gesorgt. „Das Planungs­büro Simon & Simon hat wirklich versucht jeden Wunsch zu erfüllen und hat dennoch dafür gesorgt, dass die Bau­maßnahme termin- und fachgerecht innerhalb von 7 Monaten über die Bühne ging”, machen Su­per­intendent Dr. Hans - Georg Sun­dermann und Friedhelm Klei­nke, Leiter des neuen Kirchen­am­tes, deutlich.

Während beispielsweise die Ver­waltung eine große Anzahl an klei­neren Büros benötigt, bevorzugen die Mitarbeiter des Amtes für Kunst und Denkmalpflege grö­ßere Büros mit großzügigen Ab­lage­möglichkeiten für Zeichnun­gen und Unterlagen. So wurden in diesem Bereich Wände herausgenommen. Die nicht mehr benötigten Türausschnitte zum Flur wurden ent­weder mit Klarglas oder mit Nischenregalen ausgefüllt. Auf diese Weise könnte man diese Eta­ge bei einer eventuellen späteren Nutzungsänderung ganz schnell in viele kleine Büros um­wandeln. Bei allen Umbauarbeiten wurde auf den Erhalt einer möglichst großen Flexibilität geachtet.

Die Räumlichkeiten vermitteln ei­ne schlichte aber angenehme und zeitlose Atmosphäre. Die Klar­glas­scheiben in den Bürotüren sorgen für Tageslicht im Flur sowie für eine transparente und weltoffene Grundstimmung. Viel Wert wurde auf eine einheitliche Gestaltung in Bezug auf die verbauten Mate­ri­alien und die Farbgestaltung ge­legt. Ent­sprechend der neuen Nut­z­ung wurden dezentrale Park­flächen in un­mittelbarer Nähe der Gebäude und dementsprechende Zufahrten an­gelegt. Die zentrale Grünfläche wurde erhalten, lediglich „potentielle” Trampelpfade wurden gleich im Vorfeld gepflastert.

„Mit unserem Standort sind wir sehr zufrieden”, resümiert Fried­helm Kleinke. „Wir haben eine ei­gene Kirche! - Das ist auch für eine Kirchen­ver­wal­tung etwas ganz Au­ßer­ge­wöhn­liches und wirkt sich schon jetzt positiv auf unsere wöchentlichen Mitarbeiter-An­dach­ten aus.”