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23 Juni 2026

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Ein Umbau, der Schule macht

Das Rathaus Eschede arbeitet an neuem Standort

22.06.2026

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Für viele der Mitarbeitenden ist es seit Ende April ein tägliches Déjà-vu: Sie gehen plötzlich wieder in eine Schule, in die sie vor vielen Jahren schon mal gegangen sind. Allerdings hängen diese Erinnerungen ausschließlich am Gebäude, denn das Rathaus Eschede hat in der ehemaligen Grundschule einen neuen Standort gefunden, der sich nach umfänglicher Sanierung als ausgesprochen zeitgemäß erweist.

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Der Umzug der Verwaltung wurde nötig, weil an alter Arbeitsstelle sowohl die bauliche Substanz als auch die räumlichen Kapazitäten nicht mehr den erforderlichen Standards entsprach. Die Idee, das alte Grundschulgebäude für eine zukünftige Nutzung zu ertüchtigen, schließt an ans Konzept, in einer Art öffentlichen Quartier viele Angebote für Bürgerinnen und Bürger zu bündeln.

Eine gute Idee, deren Umsetzung allerdings etwas Vorlauf brauchte. Bereits 2019 stand der Vorschlag im Raum, die alte Grundschule in der Bahnhofstraße zum neuen Rathaus zu machen. Ein Vorschlag, der attraktiv genug war, sich am Ende durchzusetzen. 2023 fiel der Startschuss für eine komplette Sanierung des Gebäudes, in dem zu diesem Zeitpunkt nur noch die Grundschulverwaltung untergebracht war – umgeben von viel Leerstand.

Bei der Planung des Bauvorhabens war dann das Team der Gemeindeverwaltung komplett gefragt. Alle Mitarbeitenden wurden beteiligt an den für sie relevanten Entscheidungen: Großraumbüro oder kleine Räume? Und wieviel Sicherheit, Funktionalität und Aufenthaltsqualität ist zeitgemäß?

Das Votum galt und ist für kleine Büros ausgefallen. Deshalb wurde im Rahmen der Sanierung auch die Gliederung der Fläche angefasst: Die ehemaligen Klassenzimmer wurden zu jeweils zwei oder vier Büroräumen geteilt und mit Teppichböden ausgestattet, die zu einer angenehmen Raumakustik beitragen. Zum Standard gehört nun auch die neue Beleuchtung in Fluren und Arbeitsräumen durchgehend mittels LED-Technik und die zeitgemäß ausgestatteten Arbeitsplätze mit höhenverstellbaren Schreibtischen.

Doch selbstverständlich wurde nicht nur an Mitarbeitende gedacht. Auch eine neue Begegnungsqualität mit Bürgerinnen und Bürgern stand im Leistungsheft. Sie ist in vielerlei Hinsicht umgesetzt worden. Durch eine neue Rampe und einen neuen Fahrstuhl ist das neue Rathaus barrierefrei besuchbar. Und durch das neue Sicherheitskonzept, das die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Polizei Celle entwickelt hat, wird man künftig in Empfang genommen, hat also sofort eine Ansprechperson, die bei eigenen Fragen und Wünschen weiterhilft. Die Geschäftszeiten wurden vereinheitlicht und das Rathaus ist nun täglich auch in Präsenz erreichbar. Grundsätzlich wird aber empfohlen, für Anliegen im Vorfeld telefonisch oder online Termine zu vereinbaren.

Eine Besonderheit, die Schule machen könnte, ist diese Sanierung mit knappem Budget. „Wir mussten mit guten Kompromissen planen“, sagt Finja Stöhr, in der Gemeinde Eschede mitverantwortlich für Bauprojekte, „und wir haben hier bewiesen, dass es möglich ist, auch mit Kompromissen sehr gute Ergebnisse erzielen zu können.“ Das betraf zum Beispiel auch das Mobiliar: Die Hälfte konnte aus dem früheren Bestand mit umziehen, die andere Hälfte wurde neu gebaut – wobei zum Beispiel das Untergestell und die Platte für neue Schreibtische separat bestellt und dann in Eigenregie zusammengebaut worden sind.

Neben der Wirtschaftlichkeit und Nutzerfreundlichkeit stand auch die Zukunftsfähigkeit des Bauwerks auf der To-Do-Liste. Das Gebäude ist energetisch ertüchtigt worden, sämtliche Fenster wurden ausgetauscht, der Anschluss ans lokale Nahwärmenetz behalten. Und auch in räumlicher Hinsicht wird an Morgen gedacht: Das Dachgeschoss wird in Teilen als Archiv genutzt, birgt aber für künftige Bedarfe Ausbaureserven.

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