• Sie haben Fragen oder Anmerkungen? Tel.: 05141 - 299 50 60 |
  • Kontakt

14 Juni 2021

bildbildbildbild

Neuer Stützpunkt für die Polizei

Neubaumaßnahme in Hermannsburg

25.05.2021

titel

titel

titel

Beitrag teilen

Manchmal müssen einfach nur die richtigen Zufälle zusammenkommen – und schon entsteht ein Ergebnis, dass alle Beteiligten zufriedenstellt. So geschehen in Hermannsburg, als Andreas Lange im Herbst 2018 in der Zeitung blätterte und auf einne Anzeige des Niedersächsischen Landesamtes für Bau und Liegenschaften stieß. Man suchte 180 Quadratmeter Bürofläche, in zentraler Ortslage, mit Garagen und Stellplätzen. Die hatte Andreas Lange zwar nicht, aber was er hatte, was mindestens genauso gut: Seine Familie verfügte gegenüber vom eigenen Friseursalon über Bauland, dessen Bebauung schon länger ein sehnlicher Wunsch war. Ein Wunsch, der nun in Erfüllung gehen konnte. Andreas Lange antwortete auf die Anzeige.

Die Ausschreibung, an der die Familien Lange und Peters teilnahmen, sorgte für Klarheit über die Details des Raumbedarfs. Das Landesamt suchte die bezugsfertigen Büroflächen für die Polizei und beabsichtigte, hier als Mieter zu fungieren. Interessenten gab es einige, gejubelt werden durfte schließlich in der Billingstraße 32, denn die Familien mit ihrem Baugrundstück bekamen den Zuschlag und konnten loslegen.

bild

Der Standort ist übrigens in Hermannsburg für Einheimische eine kleine Berühmtheit. Denn hier war bis 1995 ein Vier-Ständer-Fachwerkhaus zu sehen, das in für die Heidegegend charakteristischer Bauweise ausgeführt war und zu den inoffiziellen Wahrzeichen des Ortes gezählt werden konnte. Allerdings war der ursprüngliche Plan der Vorbesitzer, das ehrwürdige Gebäude zu sanieren und auszubauen, mit derart immensen Kosten verbunden, dass das Fachwerkhaus schließlich abgerissen und das Bauland als Grundstück weiterverkauft wurde.

Der Zeitpunkt einer neuen Bebauung war also gekommen. Im August 2019 unterzeichnete die Polizeidirektion Lüneburg den Mietvertrag, im Oktober desselben Jahres wurde der Bauantrag gestellt. Nachdem alle Auflagen erfüllt und alle Details geprüft wurden, hieß es im Juni 2020 für einige regionale Handwerksbetriebe: An die Arbeit! Denn der Bauherr hatte sich entschlossen, bei der Umsetzung seiner Neubaumaßnehme auf die Kompetenz und das Können von Fachleuten vor Ort zu setzen.

Die Planung und Ausführung der Arbeiten wurde unter der Federführung des Verbundwerks Südheide mit dem Planungsbüro Junkereit und unter der Bauleitung von Dipl.-Ing. Maik Winterhoff, dem Planer und Bausachverständigen Ottmar Junkereit und dem staatlich geprüften Bautechniker Andreas Tänztler umgesetzt.

Nicht nur der Fokus auf regionale Handwerksbetriebe mit ihren kurzen Anfahrtswegen kann hier als ein aktiver Beitrag zur Nachhaltigkeit genannt werden. Auch baulich wurden die Zeichen der Zeit erkannt und die Zukunft in den Blick genommen. Beispielsweise verzichtet die realisierte Heizungslösung vollständig auf fossile Energieträger wie Öl oder Gas und gewinnt gemütliche Innentemperaturen stattdessen mit einer zeitgemäßen Luft-Wasser-Wärmepumpe und entspricht so auch den Effizientzhaus 55 Vorgaben. Der Standort des Gebäudes musste aufgrund des im hinteren Bereich befindlichen Überschwemmungsgebietes der Örtze so nah an der Billingstraße gewählt werden. Das Dachgeschoss wurde für eine größere Wohnung mit Balkon und Dachterrasse zur Vermietung vorbereitet.

Die Bauarbeiten verliefen alle im Zeitplan, sodass die neuen Räumlichkeiten termingerecht am 1. März 2021 erstbezogen werden konnten. Für die Familien Lange und Peters ist ein Wunsch in Erfüllung gegangen, und auch die teils komplizierten Prozesse des Ausschreibungsverfahrens haben sich gelohnt. Denn schließlich konnte man so für das neue Gebäude einen äußerst sicheren Mieter gewinnen, der sich gleichzeitig auch noch um die Sicherheit im gesamten Ort kümmert.

Weitere Bauvorhaben dieser Ausgabe

Dies könnte Sie auch interessieren

Anzeige ad

© Copyright mvc.medien