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19 August 2022

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Statement für Nachhaltigkeit

Bauhof Lachendorf in Massivholzbauweise

12.07.2022

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Wenn im kommunalen Gebäudebestand Neubauten nötig werden, kann man das als notwendige Pflicht verstehen oder als Chance, ein Zeichen für die Zukunft zu setzen. Diese Chance hat man in Lachendorf ergriffen und den neuen Bauhof der Gemeinde konsequent in Massivholzbauweise umgesetzt. Damit stellt man hier auch unter Beweis, dass sich Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit keineswegs ausschließen, sondern perfekt zusammenkommen können.

Der Bedarf, den Bauhof neu zu bauen, entstand als Dominoeffekt: Der Platz des Vorgängers wechselt seine Funktion und wird Standort für das neue Rathaus. Für den neuen Bauhof wird ein 10.000 Quadratmeter großes Grundstück im Gewerbegebiet genutzt, auf welchem das Gebäudeensemble aus Massivholz errichtet wurde. Es besteht aus drei geschlossenen Hallen und einem Betriebsgebäude, in dem Büros, Umkleiden mit Waschräumen, ein großer Aufenthaltsraum mit Küchenzeile, Werkstätten und Lagerbereiche sowie ein Pausenraum untergebracht sind. Eine besondere Verbindung von Außen und Innen stellt der überdachte Waschplatz dar, der mit einer beheizbaren Bodenplatte ausgestattet ist, um auch im Winter die Reinigung von Gerätschaften und Fahrzeugen zu ermöglichen.

Die Gebäude sind sämtlich in Holzrahmenbauweise ausgeführt. Sowohl bei der Auswahl der beteiligten Gewerke als auch bei der Beschaffung des verbauten Holzes wurde auf regionale Verfügbarkeit geachtet. An den Fassaden wurde Lärchenholz als Rhombusverschalung eingesetzt. An den Innenwänden wurden OSB-Platten verbaut. Auch im Dachbereich blieb man dem Thema Holzbau treu: Die Dächer bestehen aus Brettsperrholzelementen. In der Zusammenfassung treffen wir bei den Gebäuden des Bauhofs auf eine schlanke, zeitgemäße Holzbauweise, die konsequent auf die Anforderung des maximal effizienten Einsatzes öffentlicher Mittel ausgerichtet ist.

Der industriellen Charakter des Bauensembles und seine Funktion als Fahrzeughalle und Werkstatt wird durch den Einsatz von vorvergrautem Fassadenholz betont. Der in den Leibungen und Stürzen der Hallen verwendete Akzentton Orange spielt auf die Signalfarbe an, die in der Arbeitskleidung der Beschäftigten und den Fahrzeugen wiederzufinden ist. Die farbliche Gestaltung der Innenbereiche des Betriebsgebäudes in Abstufungen von Grün macht die Aspekte des Sozialen und Natürlichen plakativ sichtbar.

Der Anspruch, mit dem Neubau eine vorteilhafte Ökobilanz zu realisieren, ist über die Bauweise hinaus konsequent zu Ende gedacht worden. Die Gebäudedämmung mit Zellulose greift das Holzthema in recycelter Form auf. Die Heizung der Hallen erfolgt über Deckenstrahlheizkörper und Fernwärme, die in einer benachbarten Biogas-Anlage erzeugt wird.

Ladestationen für E-Bikes und E-Autos werben bei Beschäftigten und Gästen für den Umstieg auf E-Mobilität. Die Ausrichtung der Gebäude an der Ost-West-Achse versteht sich als Vorbereitung, die großzügigen Dachflächen künftig für Photovoltaik zu nutzen. Derzeit werden Modelle des Eigenbetriebs und der Verpachtung verglichen, um schnellstmöglich den geeigneten Kurs in die solare Zukunft des Bauhofs zu bestimmen.

Fazit: Der neue Bauhof in Lachendorf setzt sich selbstbewusst als Vorzeigebeispiel für kommunale Bauvorhaben in Szene, bei denen nachhaltig und wirtschaftlich kalkuliert wird, weil der gesamte Lebenszyklus der Gebäude in die Rechnung einbezogen ist. So betrachtet, sind dieser umgesetzten alle Daumen zu drücken, dass sie nicht nur den Mitarbeitenden des Bauhofs eine gute Unterkunft bietet, sondern darüber hinaus ihr ehrgeiziges Ziel erreicht, Schule zu machen und anderen Kommunen für künftige Projekte als Vorbild zu dienen.

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