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16 Mai 2021

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Erweiterung des Immanuel-Kant-Gymnasiums in Lachendorf

Ein Riegel voller Räume

10.11.2020

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In einem Jahr, in dem Bildungseinrichtungen vor schwierigen Herausforderungen stehen, ist es besonders erfreulich, über Maßnahmen berichten zu dürfen, die nicht Hygienekonzepte, Notfallpläne oder Home Schooling betreffen. Sie erinnern uns daran, dass wir auch an den Schulen irgendwann wieder Normalbetrieb haben werden. Eine solche Maßnahme ist die Erweiterung des Immanuel-Kant-Gymnasiums in Lachendorf.

Auch der Anlass für die Erweiterung ist erfreulich: In Lachendorf steigen die Schülerzahlen, sodass es auch im nicht mal sehr alten Bestandsgebäude (Baujahr 2008) im Alten Postweg 1 zu eng wurde. Das vom Landkreis Celle beauftragte Architekturbüro SEELIG Architekten aus Wienhausen stand vor der Aufgabe, dem vorhandenen Baukörper im Bereich des Verbindungsflures zur Sporthalle einen zusätzlichen Trakt hinzuzufügen. Verbunden war diese Aufgabe mit dem Wunsch, den Anbau optisch komplett ans Bestandsgebäude anzupassen, ihn also so zu gestalten, als wäre er gar nicht neu dazugekommen.

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Soviel schon vorweg: Beide Aufgaben sind äußerst gelungen gelöst worden. Mit Baubeginn Mitte 2019 wurde ein zweigeschossiger Riegel in massiver Bauweise realisiert, der als zweigeschossigen Gebäudetrakt analog zum vorhandenen Baukörper realisiert wurde. Auch der Wunsch nach einem einheitlichem Gestaltungskonzept konnte erfüllt werden, wobei sich vor allem die zwei verschiedenen Klinkerausführungen der Fassade als Schwierigkeit erwiesen, weil die 2008 verwendeten Steine nicht mehr zu bekommen waren und Alternativen gesucht werden mussten, die sich Ton in Ton an die Bestandsfassade anschließen.

Insgesamt ist eine zusätzliche Fläche von rund 1.400 Quadratmetern geschaffen worden. Im Erdgeschoss des neuen Trakts befinden sich fünf allgemeine Unterrichtsräume und zwei Fachunterrichtsräume für Kunst und Musik, außerdem Lagerräume und ein Hausmeisterraum. Im Obergeschoss ist ein weiterer Fachunterrichtsraum für Chemie mit angrenzendem Vorbereitungsraum entstanden, darüber hinaus fünf allgemeine Unterrichtsräume und die WC-Anlage.

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Hochwertig ist die Innenausstattung, die dafür sorgt, dass hier statt rein funktionaler Schulräume eine Lernlandschaft mit viel Ambiente entstanden ist – eine Einladung an Schülerinnen und Schüler, sich ihren Fächern und Aufgaben mit Freude zu widmen. Die Fußböden beispielsweise sind mit Ausnahme der Flure als Parkett ausgeführt, im Obergeschoss schließen die hohen Räume mit einer Brettsperrholz-Kastendecke ab, deren geschlossene, anspruchsvolle Holzuntersicht für eine optische Einheitlichkeit im Erdgeschoss wieder aufgegriffen wurde.

„Wir sind wirklich stolz darauf, was wir hier möglich machen konnten“, resümiert die Projektmanagerin Monika Krupa vom Architekturbüro Seelig, „uns ist gelungen, hohe Qualität zu schaffen, ohne dabei die Vorgabe der Wirtschaftlichkeit zu vernachlässigen. Ich jedenfalls würde sehr gerne hier zur Schule gehen, wenn ich noch mal dürfte.“

Doch nicht nur die Lernenden profitieren von dieser Baumaßnahme, die deutlich vor dem Fertigstellungstermin und innerhalb des Kostenrahmens abgeschlossen wurde, sodass das laufende Schuljahr schon in den neuen Räumen stattfinden kann. Auch an die Lehrenden wurde gedacht: Im Anschluss an den Anbau ist das Lehrerzimmer umgestaltet worden, da steigende Schülerzahlen auch zu einem Personalplus auf Seiten der Lehrkräfte führen.

Ein besonderes Detail des Erweiterungsbaus sieht man am besten, wenn man sich wieder in die Vogelperspektive begibt: Das Dach ist begrünt. Das hat zwar vor allem bauklimatische und energetische Gründe, ist aber in herausfordernden Zeiten ein ermutigendes Zeichen. Denn schließlich ist Grün die Farbe der Hoffnung.

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Seelig | Architekten – Ingenieure

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