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16 Mai 2021

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Umfangreiche Bauarbeiten kurz vor Abschluss

Sanierung und Umbau im Christian-Gymnasium Hermannsburg

10.12.2020

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Wenn ein Gebäudeteil „Bete und Arbeite“ betitelt ist, also auf die alte Ordensregel der Benediktiner verweist („Ora et labora“), dann muss ziemlich viel Tradition im Spiel sein. Und genau so ist es auch im Fall des Christian-Gymnasiums in Hermannsburg, dessen Gebäudeensemble auch dieses einzelne, zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert errichtete einschließt. Ergänzt wurde es in den 20er und 50er Jahren, so dass eine Struktur aus aneinandergereihten Gebäuden entstanden ist, in der heute nahezu 1.000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden.

Doch gerade die kleinteilige Raumgestaltung im altehrwürdigen Bestandsgebäude erwies sich als zunehmend nicht mehr zeitgemäß – mit der Konsequenz, dass eine Sanierungsmaßnahme angesetzt wurde, die auch die Aspekte des Brandschutzes, der Barrierefreiheit sowie den gesamten baulichen Zustand ins Visier nahm.

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Eine weitere Erwägung begünstigte diese Entscheidung. Denn der Raumbedarf an der Schule stieg, wofür verschiedene Faktoren verantwortlich waren: die Einfürhung des Ganztagsschulbetriebs, die Inklusion mit ihrem Bedarf an zusätzlichen Räumlichkeiten für spezielle Betreuungsangebote und die Wiedereinführung des G9-Abiturs.

Identitätsstiftend für das gesamte Ensemble bleibt sein Ursprungsgebäude „Bete und Arbeite“. Sein nördlicher Bereich wurde im Inneren grundlegend saniert und an heutige Standards angepasst. Die Fassade allerdings wurde in diesem Bereich nur gestrichen und sanft überarbeitet, um den Orts- und Gebäudecharakter nicht prinzipiell zu verändern.

Die südlich angrenzenden Anbauten wurden abgetragen und durch großzügig ausgeführte und modern ausgestaltete Räumlichkeiten ersetzt. Um den Neubaukörper harmonisch in das Bestandsensemble zu integrieren, wurde er mit einer so robusten wie modernen Ziegelfassade versehen.

Bei der gesamten Maßnahme stand das Thema „Nachhaltigkeit“ im Rampenlicht. Es war maßgeblich für die Planung, für das Bauen, für das Betreiben und Unterhalten der Liegenschaft, aber auch für ihre konkrete Nutzung. Dafür ist die schon genannte Ziegelfassade ebenso ein Beispiel wie die Fensterkontakte zur Heizungssteuerung, mit denen sich im laufenden Betrieb Kosten senken lassen. Das verwirklichte Raumprogramm ist Ergebnis einer konstruktiven Abstimmung mit dem Schulrat und der Schulleitung. In Sachen Brandschutz wurden zusätzliche Fluchtwege eröffnet, außerdem die Barrierefreiheit der Räume sichergestellt.

Auf Ebenen mit einer Bruttogeschossfläche von rund 2.150 Quadratmetern entstanden sechs allgemeine Unterrichts-, sechs Differenzierungs- und sechs Gruppenräume sowie zwei Bibliotheken und drei Büros mit zwei Lagerräumen. Die Kosteneinschätzung, die durch den Landkreis Celle erstellt wurde, erwies sich nahezu als Punktlandung und konnte mit nur geringfügiger Abweichung eingehalten werden: Die veranschlagten 4.450.000 Euro wurden lediglich um 45.000 Euro übertroffen.

Der Baubeginn der gesamten Maßnahme fällt auf den Rückbau des Anbaus aus den 50er Jahren und liegt im April 2019. Das von vornherein angepeilte Ziel lag bei einer Fertigstellung zum Jahresende 2020, die planmäßig erreicht wurde: Die Räumlichkeiten konnten inzwischen schon in Nutzung gehen.

Die an diesem Objekt beteiligten Firmen empfehlen sich

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HOLZWERK Celle

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Niewerth Gerüstbau

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Schulz Sanitär- & Heizungstechnik

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Tischlerei E. Wolff

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